Donnerstag, 13. Dezember 2018

Fragen und Antworten

1. Was ist passiert?

Mit einer ad-hoc-Mitteilung vom 17.04.2013 hat die SolarWorld AG mitgeteilt, dass ein
Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals eingetreten ist und das Unternehmen einen Verlust von rund einer halben Milliarde Euro erwarte. Nunmehr soll eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden. Damit steht das Unternehmen mit dem Rücken zur Wand!

Wie konnte es soweit kommen? Das von Frank Asbeck gegründete Unternehmen, seit 1999 an der Börse, wurde von der Krise der Solarbranche 2011 unvermittelt getroffen: veränderte Marktbedingungen, starker Konkurrenzdruck aus China und hohe Umsatzrückgänge macht das Unternehmen hierfür verantwortlich. Doch muss es sich auch die Frage gefallen lassen, ob der Vorstand schlichtweg zu lange tatenlos zugesehen hat?

Die SolarWorld AG hat 2011/2012 zwei Anleihen begeben: es handelt sich um die SolarWorld-Anleihe 6,375% bis 13.07.2016 (ISIN: XS0641270045 / WKN: A1H3W6) mit einem Emissionsvolumen von EUR 150 Mio. und die SolarWorld-Anleihe 6,125% bis 21.01.2017 (ISIN: XS0478864225 / WKN: A1CR73) mit einem Emissionsvolumen von EUR 400 Mio. Auf beide Anleihen ist das neue Schuldverschreibungsgesetz von 2009 anwendbar.

Die Anleihen wurden insbesondere von der Comdirekt, Eniteo, IngDiba, Umweltbank, Postbank, Sparkassen (S-Broker) vertrieben. Zielgruppe waren hierbei insbesondere  Privatanleger, aber auch institutionelle Investoren. Die Commerzbank AG, die DZ Bank AG die HSBC Trinkaus, die Landesbank BW sowie die UBS haben darüber hinaus jeweils Aktienanleihen auf die Aktie der SolarWorld begeben.
Aktuell notiert der Kurs der SolarWorld-Anleihe 6,125% bis 21.01.2017 (WKN: A1CR73) bei 25,40 %, der Kurs der SolarWorld-Anleihe 6,375% bis 13.07.2016 (WKN: A1H3W6) bei 22,00 %

2. Muss ich als Anleihegläubiger persönlich die Gläubigerversammlungen besuchen, um meine Stimmrechte auszuüben?
Nein, Sie müssen nicht persönlich bei den Gläubigerversammlungen erscheinen. Jeder Anleihegläubiger kann sich in der Gläubigerversammlung durch einen Bevollmächtigten vertreten lassen.

3. Was muss ich machen, um die Nieding + Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft zu bevollmächtigen, meine Interessen auf den Gläubigerversammlungen wahrzunehmen?
Um uns mit der Vertretung Ihrer Interessen und Ausübung Ihrer Stimmrechte auf der jeweiligen Gläubigerversammlung zu bevollmächtigen, benötigen wir lediglich eine Vollmacht von Ihnen im Original sowie eine sog. Hinterlegungsbescheinigung (oder auch Depotauszug) mit Sperrvermerk im Original. Mit diesem Sperrvermerk bestätigt die Depotbank, dass sich die Wertpapiere im Depot des Anlegers befinden und bis zum Abschluss der jeweiligen Gläubigerversammlung nicht über sie verfügt werden kann. Ihre Depotbank wird Ihnen diese Sperrbescheinigung auf Ihr Verlangen jederzeit ausstellen. Alternativ können Sie unseren Entwurf der Sperrbescheinigung Ihrer Depotbank zum Ausfüllen vorlegen.

Vollmacht sowie der Entwurf einer Sperrbescheinigung finden Sie hier.

Vollmacht und Sperrbescheinigung senden Sie bitte per Post an Nieding + Barth  Rechtsanwaltsaktiengesellschaft, An der Dammheide 10, 60486 Frankfurt.

4. Wer ist die Nieding + Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft?
Die Anwälte von Deutschlands erster reiner Rechtsanwaltsaktiengesellschaft
Nieding + Barth engagieren sich seit 1994 für die Rechte von privaten Kapitalanlegern und institutionellen Investoren. Unabhängig von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ergeben sich für das Engagement der Kanzlei viele Facetten: Jedes Jahr erleiden Investoren hohe Verluste, weil Anlageberater, Vermögensverwalter und Finanzdienstleister nicht entsprechend sorgfältig mit dem ihnen anvertrauten Geld umgegangen sind oder aber weil Betrüger am Werk waren. Immer öfter gilt es zudem, den Interessen der Gläubiger von insolventen Unternehmen zu ihrem Recht zu verhelfen. Ein beeindruckender track record spricht für unser jahrelanges Engagement. So haben wir bis heute nationale und internationale Investoren mit einer Gesamtschadenssumme von über 10 Milliarden EUR gerichtlich und außergerichtlich bei der Geltendmachung Ihrer Ansprüche anwaltlich vertreten. Im Bereich der höchstrichterlichen Rechtsprechung haben wir bisher über 50 Entscheidungen des BGH herbeigeführt. Darüber hinaus haben unsere Anwälte an den wesentlichen Kapitalmarktgesetzgebungsverfahren der letzten zehn Jahre durch Stellungnahmen zu den jeweiligen Gesetzesentwürfen mitgewirkt.
Bundesweit bekannt ist auch die Kompetenz unserer Kanzlei im Insolvenzrecht. Im Rahmen der Insolvenzverfahren namhafter Aktiengesellschaften ist Rechtsanwalt Klaus Nieding unter anderem vom Amtsgericht Frankfurt am Main (im Insolvenzverfahren der Gontard & Metallbank AG), vom Amtsgericht Wuppertal (im Insolvenzverfahren der Gold-Zack AG) und vom Amtsgericht Fürth (im Insolvenzverfahren der Solar Millennium AG) zum "Gemeinsamen Vertreter" der Anleihen-Besitzer von Inhaberschuld- bzw. von Wandelschuldverschreibungen der insolventen Gesellschaften bestellt worden. Im Insolvenzverfahren der WGF AG wurde Herr Rechtsanwalt Nieding zum Gemeinsamen Vertreter der Gläubiger der 2014 fälligen Hypothekenanleihe (WGFH04) gewählt. Der Jurist vertritt die Ansprüche der Gläubiger in einer Gesamthöhe von 15 Millionen, 56 Millionen Euro bzw. 200 Millionen Euro sowohl im Insolvenzverfahren, als auch im jeweiligen Gläubigerausschuss der Gesellschaften. Der Gläubigerausschuss als ein wichtiges Gremium arbeitet mit dem Insolvenzverwalter zusammen und entscheidet unter anderem auch über die Verteilung des noch vorhandenen Geldes.

5. Was muss ich als Anleger tun?
Sofern Sie uns mit der Vertretung Ihrer Interessen in den Gläubigerversammlungen beauftragen, bleibt Ihnen nicht mehr viel zu tun, denn wir übernehmen und vertreten Ihre Interessen vollumfänglich. Das hat für sie den Vorteil, dass Sie nur einen Ansprechpartner haben und sicher sein können, dass Sie keine Fristen verpassen.

6. Macht es Sinn, seine Interessen mit anderen Anlegern zu bündeln?
Die Erfahrung hat gezeigt, dass eine zahlen- wie willensmäßig starke Vertretung von betroffenen Anlegern durch eine bekannte und auf Anlegerschutz spezialisierte Kanzlei wie die Nieding+Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft mit den Anspruchsgegnern quasi auf Augenhöhe verhandeln und durch gezielte kommunikative Maßnahmen den erforderlichen öffentlichen Druck herstellen kann. Die ist ein wesentlicher Vorteil für die Geschädigten. Massenfälle mit mehreren tausend betroffenen Anlegern mutieren erfahrungsgemäß schnell zu Fällen mit politischer Bedeutung. Anleger sind schließlich auch Wähler. Zudem stellt sich schnell die Frage, ob die verantwortlichen Behörden ihrer Aufsichts- und Kontrollfunktion gerecht wurden und ob die Legislative der Bedeutung des Themas und supranationalen Vorgaben entsprechend gehandelt hat. Einzelne Investoren stehen diesem politisch-administrativen Komplex oftmals nahezu hilflos gegenüber.

PRESSE

10.07.2013 - Pressemitteilung
Solarworld-Gläubiger müssen aktiv werden
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11.06.2013 - Pressemitteilung
Solarworld AG lädt erneut zu Gläubigerversammlungen ein – Anleger sollten sich jetzt organisieren
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